Ratgeber · Kosten

Was kostet ein Trading-Bot?

Die ehrliche Antwort: Es hängt an deinen Regeln. Hier stehen echte Preise aus bisherigen Aufträgen, was einen Bot teurer macht und welche Kosten nach der Programmierung dazukommen.

Preise aus echten Aufträgen

Das sind Festpreise aus meinen bisherigen Trading-Aufträgen, ohne Kundennamen. Sie zeigen die Größenordnung für klar beschriebene Projekte.

ProjektPlattformPreis
Pine-Strategie überarbeitet, Signale per Webhook an einen Bot-DienstTradingView110 $
Breakout-Strategie zur festen Uhrzeit mit OCO-Orders, Stop und ZielATAS265 $
Bot aus der Indikator-Logik des Kunden, mit Absorption, Break-even und zwei TeilzielenATAS300 $
Oszillator-Indikator (Williams %R und Comparative Strength) mit Kombi-Signal und AlarmenATAS335 $
Ankerbares Volumenprofil mit laufendem POC, Value Area und AlarmenATAS350 $
Erweiterungen: Lizenzschutz, zweite Strategie-VarianteATAS150 – 165 $

Umfangreichere Bots mit mehreren Modi, eigener Orderflow-Erkennung oder Anbindung an externe Systeme liegen darüber. Den Preis nenne ich immer nach der Spezifikation und vor dem Start.

Was den Aufwand treibt

  • Indikator oder Strategie. Ein Indikator zeichnet und alarmiert. Eine Strategie muss Orders senden, Füllungen verarbeiten und mit Fehlern umgehen. Das ist der größte Sprung.
  • Ordermanagement. OCO, Teilziele, Break-even, Trailing, Tageslimits: Jede Regel braucht Code und Tests für die Sonderfälle.
  • Orderflow. Footprint, Delta oder Absorption sind aufwendiger als Indikatoren auf Basis von Schlusskursen.
  • Mehrere Zeiteinheiten. Daten aus höheren Zeiteinheiten müssen sauber und ohne Blick in die Zukunft eingebunden werden.
  • Unklare Regeln. „Einstieg bei starkem Momentum“ muss erst in eine Zahl übersetzt werden. Je klarer deine Regeln, desto günstiger.
  • Prop-Regeln. Tagesverlust, Handelszeiten oder Nachrichtenpausen als harte Grenzen im Code.

Kosten, die dazukommen

  • Lizenz der Plattform und Datenfeed, je nach Anbieter.
  • Bei TradingView-Alerts: ein bezahlter TradingView-Plan für Webhooks und gegebenenfalls ein Bot-Dienst, der die Signale ausführt.
  • Ein VPS, falls deine Prop-Firma ihn erlaubt. Topstep zum Beispiel verbietet ihn.
  • Anpassungen nach großen Plattform-Updates, etwa als ATAS mit Version 8 auf eine neue .NET-Version umgestiegen ist.

Warum es Angebote ab 5 $ gibt

Auf Marktplätzen starten viele Angebote bei sehr niedrigen Preisen. Meist ist das ein Basispaket für eine kleine Änderung. Eine Strategie mit Ordermanagement, Spezifikation und Test passt da nicht hinein. Vergleiche deshalb nicht den Startpreis, sondern was geliefert wird: Quellcode, Test, Anleitung und Nachbesserung bei Abweichungen.

So senkst du die Kosten

  1. Regeln schriftlich und mit Zahlen beschreiben, nicht nur in Worten.
  2. Screenshots mit Beispielen schicken, wo ein Signal kommen soll und wo nicht.
  3. Mit dem Indikator starten, die Strategie später ergänzen.
  4. Vorhandenen Code mitschicken, auch wenn er nicht funktioniert.

Hinweis: Ich programmiere Software nach deiner Vorgabe. Das ist keine Anlageberatung und kein Signal-Dienst. Über Strategie, Einsatz und Risiko entscheidest du allein. Der Handel mit Futures, CFDs, Devisen und Kryptowerten ist riskant und kann zum Totalverlust führen. Backtests und vergangene Ergebnisse sagen nichts über künftige Ergebnisse aus.

FAQ

Häufige Fragen

Was kostet es, einen Trading-Bot programmieren zu lassen?

Bei mir lagen bisherige Aufträge zwischen 110 $ für eine Pine-Strategie mit Webhook-Signalen und 350 $ für ATAS-Indikatoren und -Strategien. Größere Bots kosten mehr. Der Festpreis steht nach der Spezifikation.

Ist ein Indikator günstiger als ein Bot?

Ja. Ein Indikator muss keine Orders senden und keine Füllungen verarbeiten. Viele starten deshalb mit dem Indikator.

Gibt es laufende Kosten?

Für die Programmierung nicht. Plattform, Datenfeed und gegebenenfalls ein Bot-Dienst kosten je nach Anbieter extra.